Wieder Frühling, wieder fast live, tirili

Hurra, nicht nur hat der Frühling sich doch noch einen Weg gebahnt, es gab auch wieder eine Bloglesung in Hamburg, die dank des weltbestenTonmanns, dem hiermit herzlich gedankt sei, auch in der Diaspora nachgehört werden kann. Jedenfalls größtenteils.
Bericht bei Isabel Bogdan
Bericht bei Maximilian Buddenbohm
Bericht des weltbesten Tonmanns und MP3-Dateien

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Quartalslieblinge – Tweets Januar bis März 2013

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Schon wieder ein Vierteljahr rum, Zeit für neue Lieblingstweets. Neben zentralen Lebensfragen (morgendliches Aufstehen und was man dagegen tun kann, Essen und Sport, Twitter, Kinder und Haustiere)  haben auch ein paar aktuelle Ereignisse ihre Spuren im allgegenwärtigen Schnee hinterlassen.
Trotzdem: frohe Ostern!

(Die geschützten Tweets von @giardino wurden zwar ohne gestalterische Brillanz, aber dafür mit freundlicher Genehmigung eingefügt.)

giardino2_normal@giardino
Hm. Buchstabennudeln sind irgendwie kein Ersatz für ABC-Salbe

giardino2_normal@giardino
‘Cameron will “Raus-oder-Rein-Referendum”‘ (tagesschau.de) – so langsam geht mir dieses Dschungelcamp aber auf die Nerven.

giardino2_normal@giardino
Sonne ist doch auch bloß eine Erfindung der Monitorreinigungsmittelindustrie!

giardino2_normal@giardino
Helau. Is it me you’re looking for?

giardino2_normal@giardino
Tjaha, ihr Journalistinnen, ihr… ihr… werdet noch sehen, was ihr davon habt, wenn euch der Kubicki nicht mehr belästigen kann!

giardino2_normal@giardino
Pro-Tipp: Wnn in Notbooktast nicht funktionirt, so lang mit Gewalt drauf tippn, bis dr Krüml daruntr zrbröslt.

giardino2_normal@giardino
Dateien entspacken (J/N)?

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Hier entlang

Falls irgendjemand aus dem exklusiven Leserkreis meines Blögchens dies noch nicht gesehen hat, bitte unbedingt nachholen:

Isa animierte gestern zum Verfassen schweinischer Limericks, und seitdem ist die Kommentarmeute kaum zu halten. Keinesfalls zu verpassen!

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Motivationshilfe

Ablage? Seufz. Aufräumen? Uääh. Aber dabei gibt es Papier zu zerreißen!

(Danke, Francisco!)

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Atlas zur deutschen Alltagssprache: neue Runde

Nachdem erst neulich bei Isa heftig darüber diskutiert wurde, wie der Gebrauch des Artikels vor dem Vornamen zu bewerten ist (Nordlichter: Idioten- und Kindersprache, Süd- und Westlichter: ganz normal, ohne ist es affektiert) kommt hier passend die Umfrage dazu. Der Atlas zur deutschen Alltagssprache hat sich in seiner neunten Runde unter anderem mit dieser Frage beschäftigt. Außerdem geht es noch um Kartoffeln, Klöße, das Fangenspielen, verschiedene Vokalfärbungen und andere interessante Unterschiede. Ich kann mich da ja stundenlang festlesen und mache auch immer gern bei den Befragungen mit. Könnt ihr auch: hier!

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Karneval, Trotz und Toleranz

Die Karnevalshasser sind ja eine sehr empfindliche Spezies. Sie klagen nicht nur da ihr Leid, wo es wirklich nennenswerte Feierlichkeiten gibt, sondern auch an Orten wie hier, wo außer einem anderthalbstündigen Umzug am Faschingsdienstag, Verkleiden im Kindergarten und ein paar Luftschlangen in Bäckereien nun wirklich nichts stattfindet. Sie finden es furchtbar, dass im Fernsehen (das sie eigentlich sowieso ablehnen) Karnevalssendungen ausgestrahlt werden und dass erwachsene Menschen Spaß am Verkleiden und Feiern haben und müssen überhaupt sehr leiden, weil sie ja so eine kleine, schrecklich benachteiligte Minderheit sind, die sich gegen das höllische Treiben überhaupt nicht wehren kann.

Nun ist es keineswegs so, dass ich mich begeistert in den Straßenkarneval stürzen würde. Ich habe mich seit Jahrzehnten nicht mehr verkleidet und vermisse das auch nicht. Trotzdem finde ich die Karnevalshasser doof und ärgerlich.

Ich bin in einer Kleinstadt im Oberbergischen aufgewachsen. Köln war nur 50 km weit weg, aber es gab in der Gegend sehr viele evangelische Sekten und auch die Landeskirche verbreitete nicht eben fröhliche Toleranz. Deshalb fand in unserem Städtchen der Karneval, wenn überhaupt, hinter fest verschlossenen Türen statt. Nicht einmal das Verkleiden im Kindergarten oder in der Grundschule war ganz unproblematisch, es gab in jeder Gruppe Kinder, deren Eltern das nicht erlaubten. (So wie die Zeugen Jehovas Weihnachtslieder noch nicht einmal auf der Blockflöte mitspielen durften).

Meine Mutter veranstaltete deshalb tapfer ein paar Verkleidefeste für mich, die extra anders genannt wurden („Märchenfest“, „Hotel international“), damit auch alle gewünschten Kinder kommen durften.

Aber nicht nur aus religiöser Bigotterie wurde der Karneval abgelehnt, bei vielen war auch noch etwas anderes im Spiel: Dünkel. Man wollte sich doch nicht mit dem niederen Volk und seinen primitiven Vergnügungen gemein machen.

Das ist ja schon fast wieder verständlich, schließlich geht es beim traditionellen Karneval ja darum, für ein paar Tage alle Hierarchien außer Kraft zu setzen, alles auf den Kopf zu stellen – zweifelhafte Prinzen, pseudomilitärische Aufmärsche, mit denen man sich ursprünglich über das französische Militär lustig machte, heidnische Bräuche, von der Kirche (zumindest der katholischen) nolens volens geduldet, grenzenlose kindliche Albernheit (so sehe ich diese ganzen Sitzungen), eigentlich kein Wunder, dass das denen nicht behagt, die sich für die  „bessere Gesellschaft“ halten.

Auf Bigotterie und Dünkel habe ich schon immer mit Zorn und Trotz reagiert. Und deshalb verteidige ich Karneval/Fasching/Fastnacht heftig. Und wünsche mir, dass alle, die das nicht so mögen, es eben freundlich ignorieren oder ihre Feierlichkeiten auf den Genuss der saisonalen Backwaren beschränken. An einigen wenigen Orten in Deutschland muss man dazu vielleicht verreisen. Aber so ein paar Tage in der Eifel oder in Holland sind doch auch ganz nett.

Dieses Jahr verreise ich auch, aber das ist eher Zufall. Aber nächstes Jahr werde ich wieder, wenn es nach dem Umzug am Faschingsdienstag so besonders still in der Stadt ist, etwas wehmütig an meinem Schreibtisch sitzen und denken, wie schön es wäre, wenn vor meinem Fenster auf der Straße getanzt würde.

PS: Alaaf! Und bei Percanta gibt es das weltschönste Kinderkostüm zu bewundern. Und bei Anne Schuessler eine schöne Beschreibung der Kölner Bräuche.

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Schlechte Laune und Twitter

Wenn man so richtig schlechte Laune (egal ob mit oder ohne Grund), möchte man darin ja eigentlich gar nicht gestört werden. Andererseits…..

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Raus aus der Schmollecke

Vor sehr (sehr sehr) vielen Jahren habe ich mal den Ausdruck „bis zur Vergasung“ benutzt, der damals auch noch sehr gängig war. Natürlich war mir in dem Moment gar nicht bewusst, was dahinter steht, ich meinte einfach „immer und immer wieder“. In diesem Gespräch haben auch noch andere den Ausdruck – ebenso harmlos gemeint – aufgenommen, dann hat uns H., die wir alle etwas „überengangiert“ fanden, darauf aufmerksam gemacht. Bei der Erinnerung winde ich mich immer noch. Es war mir fürchterlich unangenehm und ich habe den Ausdruck nie mehr verwendet – aber ich habe es H. insgeheim auch übel genommen, dass sie mich damit konfrontiert hat, obwohl das nicht in aggressiver Form geschah. Ich war beleidigt. Ich wäre froh gewesen, wenn sie auch etwas unpassendes gesagt hätte, auf das ich sie hätte hinweisen können.

Dieses Beleidigtsein meine ich immer dann zu spüren, wenn gegen „politisch korrekte Sprache“ gewettert wird. Mit großer Häme werden  gern Beispiele angeführt, die tatsächlich über das Ziel hinausschießen („anders befähigt“), vernünftige und einleuchtende lässt man einfach unter den Tisch fallen. Oder findet jemand ernsthaft, dass „Menschen mit Behinderungen“ nicht respektvoller ist als „Behinderte“, weil damit Personen nicht nur anhand einer Eigenschaft definiert werden? Dass sich von dem Begriff „Neger“ niemand verletzt fühlt? Dass das generische Maskulinum wirklich als neutrale Form funktioniert, die Männer und Frauen gleichermaßen einschließt?

Für die eigene Ausdrucksweise kritisiert zu werden, fühlt sich nicht gut an. Je nach Temperament und Selbstbewusstsein gehen verschiedene Menschen unterschiedlich damit um. Aber ich bin überzeugt, dass sowohl bei der aktuellen Diskussion um Kinderbücher als auch bei der gängigen Verhöhnung „politisch korrekter“ Sprache dieses Gefühl eine sehr große Rolle spielt.  Das ist ja auch verständlich, schließlich wird einem (gefühlt) eine Haltung unterstellt, die man gar nicht einnimmt. Auch die Verunsicherung (Was darf man denn überhaupt noch sagen?) ist nicht angenehm, sie kann sprachlos machen, wie es Anne Schüssler beschreibt. Begriffe verändern sich, man kann sich leicht mal vergreifen. Und muss man jetzt wirklich Texte, die in einer Zeit geschrieben wurden, in der es dieses Bewusstsein noch nicht gab, umschreiben? Oder darf man sie nicht mehr mögen? Muss man vor lauter Vorsicht auf eine prägnante und pointierte Sprache verzichten? Klar ist nur eins: es ist kompliziert.

Bei den Kinderbüchern finde ich es nicht so schlimm, einige wenige Wörter auszutauschen, vor allem, wenn der Autor einverstanden ist. Allerdings lässt sich auch anders vermitteln, dass diese Begriffe heute verletztend sind („Neger“, „Zigeuner“) oder einen Bedeutungswandel durchgemacht haben („wichsen“). Frau Meike hat dazu unter dem wunderbaren Titel „Wichsen in der Südsee“ richtige Sachen geschrieben.

Beim Selberschreiben: Gehirn und Sensibilität einschalten, beim Kritisieren unglücklicher Formulierungen  anderer auch. Wer was zu sagen hat und gut schreiben kann, kriegt das trotzdem hin. Bisschen Nachdenken hilft meistens*. (Siehe hierzu auch „Politische Korrektheit vs. Trottelsprache“ von Mario Nowak). Allzu strenge Regeln schaden nur (auch wenn es richtig ist, dass z.B. Behörden sich welche setzen). Nicht kleinlich kritisieren, auch eigene Fehler nicht. Vermeiden, andere in die Schmollecke zu treiben, wo sie dann wild um sich schlagen.

*Es gibt übrigens durchaus verschiedne Möglichkeiten, das generische Maskulinum „auszuhebeln“, auch wenn man nicht _innen oder Innen schreiben oder immer beide Formen nennen möchte. Echt.

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Whatsapp und drei Alternativen

Es gibt ja verschiedene Typen von Smartphone-Nutzern und -innen: Für manche ist nur das Internet wichtig, andere telefonieren viel, wieder andere verschicken sehr viele SMS. Ich selber bin da eine Mischform, aber mein Kontingent von je 100 Telefonminuten und SMS reicht in der Regel dicke. Einige meiner Kontakte simsen aber viel bzw. haben keine Frei-SMS bzw. wohnen im Ausland, alles Gründe für eine App, mit der man kostenlos über die Datenverbindung Nachrichten (und auch bestimmte Dateien) versenden kann. Unter iPhone-Nutzern ist diese Funktion eingebaut und heißt iMessage, aber es gibt ja nun auch viele andere Wischtelefone.

Bis vor kurzer Zeit verwendeten fast alle Whatsapp. Für viele Geräte erhältlich, funktioniert gut, kann neben Nachrichten (die auch länger als normale SMS sein dürfen) auch Fotos, Videos, Sprachnotizen, Kontakte und Standortdaten verschicken. War früher für manche Geräte kostenlos, für andere spottbillig, soll jetzt auch da einen kleinen Betrag von knapp 1 Euro im Jahr kosten. Das ist ja die Funktion auf jeden Fall wert, allerdings gab es in letzter Zeit auch einige Sicherheitsbedenken. Teilweise wurde aber offenbar nachgebessert. (Ich äußere mich bewusst nur allgemein, weil ich mich nicht gut genug auskenne, im Netz gibt es eine Menge Infos dazu). Großer Vorteil: wird von vielen Leuten verwendet.

Ein neuer Smartphone-Nutzer, mit dem ich viel simse, wollte deshalb etwas anderes, also haben wir uns mal zwei (kostenlose) Alternativen angeschaut.

1. Hike
Hike kommt aus Indien, kann das Gleiche wie Whatsapp und sieht hübsch und aufgeräumt aus. Im WLAN werden Nachrichten verschlüsselt. In Indien kann man damit auch kostenlose SMS an Leute verschicken, die das Programm nicht nutzen, also für Indienreisen unbedingt installieren.

2. Mysms
Letztendlich haben wir uns für Mysms aus Österreich entschieden. Die Sicherheit wurde vom österreichischen Datenschutzbeauftragten ganz positiv bewertet. Verschickt werden können vom iphone allerdings nur Nachrichten und Bilder (von Android-Geräten und aus der Web-App auch andere Dateien), was mir aber wurscht ist. Außerdem lässt sich das Programm per Web-App auch im Browser betreiben, alle Nachrichten werden automatisch synchronisiert. Vorteil: Es gibt auch die Möglichkeit über sogenannten “Konnektoren” (alternative Sendeoptionen über andere SMS-Dienste) normale SMS an Nichtnutzer zu verschicken. Sie kosten mit dem Mysms-eigenen Dienst 8 Cent, z.B. für Nachrichten ins Ausland durchaus interessant. 10 Frei-SMS bekommt man bei der Anmeldung geschenkt. (Diese Funktion steht auf dem iPhone nicht zur Verfügung, aber man kann die Web-App auch im iPhone-Browser benutzen).  Und nicht zuletzt gibt es einen freundlichen Support (echte Menschen!), der bei Fragen und Problemen recht fix reagiert. Genug Vorteile, um die App  einfach mal zu installieren und auszuprobieren.

3. Der Vollständigkeit halber:
Der Datenschutz-Mercedes unter den SMS-Ersatzprogrammen kommt meinem begrenzten Informationsstand zufolge übrigens aus der Schweiz und heißt Threema. Die Reichweite (bisher nur iPod und iPhone) ist allerdings bisher begrenzt. Kosten: 1,79 €.

Möchte mir jemand eine SMS schicken?

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Lieblingstweets 2012 – Oktober bis Dezember

Mit Auslandsbesuchen, Physik, Halloween, Weihnachten und gebloggten Tweets zum Schluss!

Meine vielleicht allerliebsten Tweets kamen am 22. Dezember in schneller Folge von einem geschützten Account. Netterweise hat die Autorin aber meinen Wunsch erfüllt und sie im Blog festgehalten, damit sie auch außerhalb ihrer Twitter-Gefolgschaft angeschaut werden können. Das lohnt sich nämlich!

http://percanta.de/2012/12/24/weihnachten/

So, das war’s dann. Kommt gut und fröhlich ins neue Jahr und macht mir bitte weiterhin so viel Spaß! Meine Vorsätze für das kommende Twitterjahr:

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