Transblawg-Bloggeburtstag und wie es früher so war

Foto: Lilo Schweizer

Foto: Lilo Schweizer, mit freundlicher Genehmigung

Heute wird das Blog Transblawg  meiner geschätzten Übersetzerkollegin Margaret Marks 11 Jahre alt. Ich finde, das ist ein Grund zum Feiern, weil dieses Blog nicht nur fachkundig über das Übersetzen juristischer Texte informiert, sondern auch sonst lesenswert ist (sehr schöne Fotos, trockener Humor). Es ist mir auch deshalb wichtig, weil Margaret Marks eine der ersten Personen war, die ich in diesem Internet kennengelernt habe. Es war 1997, als ein Modem an meinem Computer mir Zugang zu einem neuen Wunderland verschaffte, dem Internet – oder zumindest dem Foreign Language Forum bei Compuserve.

Für mich sah das Internet damals so aus, dass ich mich mit der Compuserve-Software einwählte, die mir Zugang zu meinem Mail-Account und einer Reihe von Foren verschaffte. (Das sah ähnlich aus wie die T-Online-Software, die es immer noch gibt.) Einen Browser  gab es auch, aber Suchmaschinen kannte ich noch nicht, und das “Surfen” im Internet kam erst etwas später. Zudem wurde nach Minuten abgerechnet, es war teuer. Wenn ich mich recht erinnere, wurden jeweils neue Mails und Forenbeiträge heruntergeladen, dann die Internetverbindung getrennt und erst dann neu aufgebaut, wenn neue Inhalte verschickt oder abgerufen werden sollten.

Ein internationales Fremdsprachenforum also, faszinierend. Es gab verschiedene Themenbereiche, u.a. auch einen für Übersetzungsfragen. Dort las ich ein wenig rum und stieß auf eine Frage, die ich tatsächlich beantworten konnte – von Margaret Marks. Mein erster Forenbeitrag und die erste Antwort. Wir sind uns in diesem Forum, später auch in anderen, noch oft begegnet, später waren Blogs und Twitter die Kommunikationswege, auf denen wir uns trafen. Ende letzten Jahres bekam ich sogar eine wunderschöne Analog-Postkarte. Wir spontanen Internetmenschen! Herzlichen Glückwunsch, Margaret, ich wünsche dem Blog noch ein langes und aktives Leben.

Ansonsten ist das hier natürlch was fürs @techniktagebuch. Und die ersten Mails! Ich sage nur Anhänge codieren….

 

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Quartalstweets Januar bis März 2014

Ach schau, schon wieder ein Vierteljahr um und nix gebloggt. Fangen wir mal mit etwas Gezwitscher an. Man beachte (neben der üblichen Jahresanfangssportproblematik) den hohen Kultur- und Bildungsgehalt.

 

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Quartalslieblinge: Tweets Oktober bis Dezember 2013

Schon wieder ein Quartal rum. Ich hoffe, Sie hatten einige dieser Tweet-Perlen schon vergessen und können sie deshalb ganz neu würdigen. Faszinierend, dass ich immer noch Früher-Vogel-Wurm-Tweets lustig finde. Schön, dass mir Twitter immer noch Spaß macht. Weiter so, liebe Timeline.

Auf den “Mein Jahr auf Twitter”-Rückblick verzichte ich lieber. Nur so viel: “Golden Tweet” war dieser hier:

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Links, 8.12.2013

Von Wochenlinks kann man ja kaum noch reden, wenn die letzte Ausgabe drei Wochen her ist. Es muss mir da die eine oder andere Woche verloren gegangen sein. Aber ein paar lesenswerte Links gibt es trotzdem, u.a. über Körperbilder, Architektur, Freud und Leid der Adventszeit, einen Sturm und Dinge, die früher gleichzeitig besser und schlechter waren.

Meine Winnemuth fordert in ihrer Stern-Kolumne eine „Hornhaut gegen Beautytrends“: Normal ist nicht genug?

Wenn nicht mal „normale“ Körper gut genug sind, um Kleider darin zu präsentieren, haben Menschen mit Behinderungen in der Mode natürlich erst recht unsichtbar zu sein. Die Schweizer Organisation Pro Infirmis Schaufensterpuppen herstellen lassen, die die Körper von fünf behinderten Menschen nachbilden lassen und ausgestellt. Lesenswerter Artikel mit sehenswertem Filmbeitrag über dieses nicht unumstrittene Projekt.

Mit Architektur habe ich es ja nicht so. Aber man möchte ja ein Gebäude grob der richtigen Epoche zuordnen können. Hier eine überzeugend bebilderte und leicht zu merkende Übersicht: Architekturgeschichte (ganz) kurz gefasst

Gleich mal ausprobrieren kann man das neue Wissen anhand dieser ungewöhnlichen und tollen Kirchenfotos: New Vertical Panoramas of Churches by Richard Silver

Adventszeit: Gerade für Eltern hat sie ein gewisses Stresspotenzial. Kluge Eltern entwickeln schlaue Strategien, um gewisse adventstypische Aktivitäten outzusourcen, z.B. Herr Buddenbohm: Vom einzig richtigen Umgang mit der Weihnachtsbäckerei

Aber schön ist diese Zeit halt auch, vor allem mit Kindern, auch wenn die schon früh eine gewisse Skepsis entwickeln, wie Nuno am Nikolausabend

Und auch für die lästigen Firmenweihnachtskarten gibt es witzige Alternativen, wie der folgende Tweet zeigt:

Dieses Jahr war an Nikolaus ja Sturm. Ein festlich-aktueller Bericht aus der Tagesschau (Puschelmikrofon-Nikolausbart und Tanznummer im Hintergrund!) wird beiden Ereignissen gerecht: Der “Xaver”-Style von der Waterkant

Früher (TM) war es manchmal schwierig und teuer, bestimmte Musikstücke und Bücher zu bekommen. Dass das vielleicht auch seine guten Seiten hatte, beschreibt Anne Schüssler: Früher war manches besser. Und vieles schwieriger. Aber vielleicht auch ein bisschen besser.

Auch ich habe längere Zeit erfolglos nach einem Lied gesucht, das zeitweise häufig im Radio lief, dann ganz schwer aufzutreiben war, und eigentlich gut in die Adventszeit passt (in jede andere Zeit aber auch). In diesem Sinne!

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Wochenlinks, 16.11.2003

Am Ende der Woche, in der Sankt Martin war, muss dieses Ereignis natürlich gewürdigt werden, zum Glück hat Herr Buddenbohm das in gewohnter Qualität erledigt.

Isabel Bogdan schreibt nicht nur in gewohnter Qualität, sondern auch von sehr weit weg. Sie ist für einen Monat in Nanjing, und es macht großen Spaß, ihre Erlebnisse dort in Wort und Bild zu verfolgen.

In erstaunlich vielen Ländern kann sich die Übersetzerkollegin Christine Schmit aus Luxemburg ohne Sprachprobleme bewegen, wie sie in diesem mehrsprachen Blogartigel beschreibt: The Languages in my life. Uff!

Ich bin nicht auf der Suche nach einem neuen Handy, habe aber mit großem Interesse die beiden Besprechungen des Nokia Lumia 920 von Svensonsan und Don Dahlmann gelesen. Wenn alle Geräte auf diese Art von mehreren Leuten beschrieben würden, wäre die Auswahl leichter.

Eine Information, die wir alle schon lange gesucht haben, ist auf dieser Weltkarte nun endlich anschaulich dargestellt: Heavy-Metal-Bands pro 100.000 Einwohner. Das erklärt doch vieles.

 

 

 

 

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Der Geldautomat meines Herzens

Sie kennen Josie schon? Dann gehen Sie weiter. Woher konnte ich wissen, dass Sie nicht zu der übergroßen Zahl der Menschen gehören, die zu nachtschlafender Zeit  stundenlangen Sport treiben, um dann nicht zu frühstücken und natürlich nie fernsehen? (Es gibt noch andere? Na die sind in diesem Internet aber nicht so präsent.)

Also für die anderen: Geldautomaten sind ja nun nicht das klassische Sympathieobjekt, aber diesen hier möchte ich jedes Mal knutschen. Ist schon älter, aber da Sie ja nie fernsehen, haben Sie das vielleicht noch nie gesehen:

Sascha Grammel mit Josie

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Wochenlinks, 7.11.2013

Da es in den letzten beiden Wochen mit den Wochenlinks nicht geklappt hat, sind einige der folgenden Empfehlungen etwas älter, für die Vergesslicheren unter uns also schon wieder brandneu. Bescheidener und übersichtlicher Themenschwerpunkt: Geschichte und Gegenwart und die Frage nach der Überleitung.

Zum Beispiel die Geschichte über ein mit besonders viel Liebe produziertes Weihnachtsgeschenk, in der es auch um eine längst vergangene Form der Unternehmenskultur geht:  Wie meine Großeltern mal ein gefälschtes Bayer-Weihnachtspaket bekamen.

Heute verschicken Unternehmen zwar keine Weihnachtspakete mehr ans Personal, dafür sind sie hip und kreativ. Wie das auch ohne Kompetenz geht, zeigt die Agentur Amateur (Serie bei ARTE Creative). Die Agentur Amateur twittert übrigens auch!

Wirklich innovativ ist auch das Projekt Phonebloks, das ja schon vor einiger Zeit durchs Internet ging, ein frei konfigurierbares Smartphone, aus verschiedenen Blöcken, die nach Belieben ersetzt werden können. Die Vorteile liegen auf der Hand: Flexibilität und vor allem viel längere Haltbarkeit und weniger Abfall. Um so spannender, dass das Projekt jetzt Wirklichkeit werden soll.

Von ganz früher, als die Dinge noch länger hielten, berichtet dieser lustige Film über das Heidelberg der 50-er und 60-er Jahre (wahrscheinlich nur noch heute in der SWR Mediathek).

Noch weiter zurück reicht das Thema, über das sich Nathan und Satan unterhalten, trefflich beschrieben von im Blog von Frau Nicwest.

Um Geschichte geht es auch in dem Buch, dass hier auf Zeit Online rezensiert wird. Pascale Hugues geht darin der Geschichte und den Geschichten der Nachbarn in ihrer Straße in Berlin nach. Eine Rezension, die hauptsächlich vorstellt und anregt und die ich gerne gelesen habe.

Geschichte in die Gegenwart zu bringen versucht auch der Twitteraccount “Heute vor 75 Jahren” (@9Nov38), der die Ereigniss vor, während und nach der Reichspogromnacht in die aktuelle Timeline spült. Gutes Projekt.

Fast keine Überleitung braucht da das Thema des aktuellen Kunstfunds. Mehr zu den ebenso zahlreichen wie spannenden Aspekten bei Anke Gröner und in der Sendung “Der Tag” (HR2) vom 5.11 (MP3).

Und wenn Sie jetzt von mehr oder minder zweifelhaften Überleitungen die Nase voll haben und überlegen, was Sie kochen sollen, schauen Sie doch mal bei Herrn Buddenbohm vorbei, der Gerichte aus dem sehr erstrebenswerten Kochbuch “Deutschland vegetarisch” (Weihnachtswunschzettel!) nachkocht und dabei wunderbar gemütliche Herbststimmung verbreitet, oder bei Frau Frische Brise, bei der es immer so unkompliziert, praxistauglich und lecker ist.

Oder heulen Sie ein bisschen den Mond an, den Frau Indica so wunderbar dramatisch fotografiert hat.

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Ein Geschenk, ein Geschenk!

Gerade neulich hier gebloggt, dass ich Lebkuchen nur ohne Guss mag, um zu zeigen, welch weltbewegende Enthüllungen zu meiner Person der Welt entgehen, weil ich zu beeinflussbar bin, um beim “20 Dinge”-Mem mitzumachen, und was passiert? Mir werden Lebkuchen angeboten, selbst gebacken und ohne Guss. Die Vorfreude war schon super, aber die Überraschung heute erst, als ein Päckchen kam! Vielen Dank, liebe Anne, sie sind köstlich und ich bin ganz gerührt!

Lebkuchen

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Stürmischer Kurzbericht mit Linkbeilage

nixe

Ja, ich bin auch mitgefahren bei der Reise nach Helgoland, über die u.a. Isa, Maximimilian (hier, hier und hier), Markus (auch das Fotoalbum anschauen!), Littlejamie (hier und hier), Eimerchen (hier und hier) und Señor Rolando (hier, hier und hier) schon ausführlich und mit tollen Bildern berichtet haben. Und vorher konnte ich die Herbstlesung Bonjour Tristesse, Du alte Hackfresse endlich einmal live erleben (alle, denen das nicht vergönnt war, können die sehr lohnenden Beiträge hier nachhören).

Nach einem Zwischenaufenthalt in Bremen war die Rückfahrt etwas länger und aufregender als geplant.  Ich habe versucht, das ordentlich zu verbloggen, was leider wie ein Schulaufsatz klang. Deshalb lieber meine Kurzfassung in Tweets, nicht umsonst spricht man ja von Microblogging.

(Nächster Morgen)

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Wochenlinks, 19.10.2013

Letzte Woche gab es schon wieder keine, heute immerhin ein paar. Diesmal etwas Kunst, ein paar schöne Produkte und Grundsätzliches zur Kindheit.

Eine wundeschöne Bilderserie aus dem Guardian: Historical Figures for the 21st Century zeigt, wie z.B. Shakespeare oder Elisabeth I in heutiger Kleidung aussehen würden.

Manche Menschen brauchen zum Arbeiten Ruhe, andere haben lieber Musik oder eine andere Geräuschkulisse. Auf der neuen Website Noisli kann man sich einen eigenen Klangumhang gestalten. Zur Wahl stehen z.B. Meeresrauschen, Regen, Feuerknistern, Vogelgezwitscher und Cafégemurmel.

Im Internet gibt es ja viele mehr oder weniger großartige und unnütze Tests. Man kann z.B. durch die Beantwortung von Fragen ermittel, wen man wählen soll oder ob man politisch eher rechts oder links steht. Im folgenden Test geht es um die Fähigkeit zu erkennen, ob ein Wort wie “Akercocke” oder “Absu” der Name eines Ikea-Möbelstücks oder einer Death-Metal-Band ist (eine nahezu unerlässliche Kompetenz): Ikea oder Death.

Nach soviel wunderbarem Quatsch, den manche vielleicht als Kinderkram bezeichnen noch ein Artikel dazu, wie wenig Kinder heute dazu kommen, sich unnütze, aber originelle Dinge auszudenken: Event, Event, die Kindheit brennt
Pia Ziefle beschreibt das Leben heutiger Grundschulkinder (und Grundschulkindereltern) und macht sich Gedanken darüber, wieviel Event für Kinder gut ist.

Zum Abschluss noch eine Produktserie, auf die klassisch gebildete Ipad-Besitzer wohl kaum verzichten können.

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