Fast live dabei

Besonders toll finde ich das Internet ja immer, wenn es mir die Möglichkeit gibt, Veranstaltungen mitzuerleben, die ich verpasst habe, z.B. weil Hamburg blöderweise so weit weg ist. Die Herbstlesung Bonjour Tristelle, Du alte Hackfresse zum Beispiel, die erst gestern in Hamburg stattfand (mit Isabel Bogdan, Maximilian Buddenbohm und Kid37) , gibt es schon jetzt als MP3 zum Download, und zwar hier.  Herzlichen Dank an Lars Immisch, der mich damit ziemlich glücklich macht!

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Never judge a book ….

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Menschen statt Kleiderständer

Mode ist ja nicht so meins. Jedenfalls das, was unnatürlich dürre Models über die Laufstege tragen und an normalen Menschen dann ganz anders und noch bescheuerter aussieht. Aber natürlich gibt es auch für mich Klamotten, in denen ich mich wohl fühle und gern im Spiegel sehe, auch wenn sie vielleicht weniger spektakulär und teuer sind. Und Menschen anzuschauen, die mit solchen “richtigen” Klamotten ihre Persönlichkeit ausleuchten, macht wirklich Spaß. Eine meiner großen Internetfreuden ist deshalb Smilla Dankerts Blog anders-anziehen. Menschen verschiedensten Alters, schön fotografiert, mit Gesprächsnotizen. Heute zum Beispiel Gitta, die in ihrem Outfit einfach toll aussieht. Das musste doch mal gesagt und gewürdigt und bedankt werden.

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Vom richtigen Umgang mit USB-Kabeln

Wünschen Sie sich nicht auch, dass einmal ein USB-Kabel beim ersten Versuch passt?  Eine Erklärung der Problematik finden Sie hier.

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Die nudeldicke Deern und das etwas andere Happy End

Cover "Nudeldicke Deern"

Ein Buch, auf das ich mich schon lange gefreut hatte.  Schließlich lese ich Ankes Blog schon länger und konnte da quasi live miterleben, wie ein Food-Coaching ihre Ess- und Kochgewohnheit ganz schön verändert hat (und sie jetzt dauernd tolle Sachen kocht, die man sofort probieren und/oder nachkochen möchte). Und so habe ich mir dann auch kein signiertes Exemplar bestellt, sondern bin gleich am Tag des Erscheinens in die Buchhandlung meines Vertrauens, um es möglichst schnell lesen zu können. Als Leserin von Ankes Blog hat mich nicht wirklich überrascht, dass es wunderbar locker und humorvoll und klug und professionell geschrieben ist.

Für die wenigen, die noch nicht wissen, worum es geht: Anke Gröner schreibt über ihr Verhältnis zum Essen und den Einfluss, den ihre Umwelt darauf genommen hat. Am Anfang ist da z.B. die Kinderärztin, die ein normalgewichtiges, kräftiges Kind, das sich gern bewegt, für zu dick befindet. Später kommen Diäten, die kurzfristig super funktionieren, mit der anschließenden zügigen Wiederzunahme. Und es kommen miese, verletzende Bemerkungen von dummen Leuten und ein entsprechendes Selbstbild. Und irgendwann dann das Food-Coaching, das nicht dazu führt, dass sie wahnsinnig viel abnimmt, sondern zu etwas viel Wichtigerem: einer vielfältigeren, genussvollen Ernährung und mittelbar dann auch zu einem freundlichen Verhältnis zum eigenen Körper. Dazu gibt es ein paar Kapitel, in denen es einigen Mythen über das Dick- und Dünnsein (“Die Deutschen werden immer dicker” “Dünne Menschen sind gesünder” usw.) an den Kragen geht.

Was ist das Besondere an diesem Buch? Gewicht und Diät sind ja ein Thema, auf das quasi jede Frau sofort anspringt. Viele betonen ja, noch nie eine Diät gemacht zu haben, was mich aber nur mäßig beeindruckt, wenn sie sich dafür täglich wiegen…  Ok, ich habe schon diätet, wenn auch nicht besonders ausdauernd und erfolgreich (was wahrscheinlich mein Glück ist). Und ich habe schon mit Anfang 20 “Fat is a Feminist Issue” von Susie Orbach gelesen und weiß auch eigentlich, dass ich nur mit dem auch von Anke propagierten “intuitiven Essen” wirklich gut lebe. Trotzdem wäre ich lieber am unteren als am oberen Rand des “Normalgewichts”, trotzdem zögere ich, mir einfach weitere Hosen zu kaufen, wenn der Bund zwickt und denke manchmal stattdessen über kalorienarme Mahlzeiten nach. Und ich nehme sehr dünnen Frauen manchmal übel, dass sie so sind und eventuell dafür auch hungern und sehr viel Sport treiben.

Anke sagt nun aber nicht: “Iss intuitiv und genussvoll mit frischen Zutaten, dann nimmst du irgendwann von selbst ab”, sondern “Iss intuitiv und genussvoll mit frischen Zutaten, dann ist es egal, wieviel du wiegst. ” Und sie schreibt darüber, wie sie es jetzt schafft, ihren Körper zu mögen, so wie er ist, und die Dünnen dünn sein zu lassen, ohne Groll. Und das ist dann auch das Happy End der Geschichte – und nicht die Tatsache, dass sie durch die Ernährungsumstellung (Präambel: Du darfst essen, was immer du willst) dann doch abgenommen hat.  Und damit geht sie einen Schritt weiter als weiland Susie Orbach und meine bisherige “aufgeklärte” Einstellung. Einen sehr erstrebenswerten Schritt, wie ich meine.

Allen Frauen (und Männern), die offen oder heimlich mit ihrem Gewicht hadern und auch den Männern, die meinen, ein bisschen Essstörung sei doch ganz niedlich bei einer hübschen Frau, wärmstens empfohlen!

Anke Gröner: Nudeldicke Deern: Free your mind and your fat ass will follow
Wunderlich, 2011
Gebundene Ausgabe, EUR 14,95
Website zum Buch mit vielen Informationen und Links: http://deern.ankegroener.de/

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Kürbisgnotschis oder manchmal klappt beim ersten Mal nicht alles so

Wie manche von Ihnen vielleicht schon erraten haben, schätze ich unkomplizierte Gerichte, die nicht allzuviel Arbeit machen – beim Kochen und danach. Manchmal darf es aber ruhig etwas aufwändiger sein und ich probiere auch gern mal etwas Neues aus.  So auch gestern, als es jahreszeitlich passend  Kürbis-Gnocchi sein sollten. Ein Rezept war in den unendlichen Weiten des Internets schnell gefunden: (Wenn Sie nur ein Rezept gesucht haben, bitte sehr, viel Erfolg!)

Die 300 g Kartoffeln hatte ich in einem Anfall hausfraulicher Umsicht bereits am Vorabend gekocht und gepellt, 2/3 eines hübschen Hokkaido-Kürbisses waren vom gestrigen Curry übrig und der Sohn war beauftragt, bei Freunden Salbei vom Dachbalkon zu holen. So machte ich mich froh ans Werk, 300 g Kürbis wurden in Salzwasser weichgekocht, für später 50 g klein gewürfelt, alles lief bestens. Nach etwa 20 Min. war der Kürbis weich (wäre schneller gegangen, hätte ich den Herd nicht versehentlich zu weit runtergestellt), wanderte in ein Sieb und wurde dann püriert. Die Kartoffeln wurden mangels Kartoffelpresse mit den Händen zerbröselt mitsamt einem Eigelb und 200 g Mehl eingearbeitet, das Ganze dann mit Salz, Pfeffer und Muskat (Muskatreibe leer, Reservemuskatnüsse gut versteckt, kleine Verzögerung) abgeschmeckt. Ein Blick aufs Rezept ergab, dass ich den Kürbis hätte ausdrücken sollen, aber na ja. Die Masse, aus der ich nun Rollen formen und diese in mundgerechte Stücke zerteilen sollte, war dann auch eher klebrig und brauchte noch deutlich mehr Mehl, aber dann funktionierte es ganz gut. Lästig, dass zwischendurch das Telefon klingelte, als die Finger gerade besonders klebrig waren (es waren die Freunde mit dem Salbei, der Sohn soll klopfen, nicht klingeln, das Kind schläft). Am Ende hatte ich aber ganz hübsche Gnocchi-Kügelchen auf einen Teller gestapelt. Als ich diese dann in das inzwischen kochende Salzwasser gleiten lassen wollte (war der Topf vielleicht ein bisschen klein?) – glitt gar nichts. Der Gnocchi-Berg war solide zusammengeklebt und rührte sich nicht. Letztendlich musste ich – mit noch mehr Mehl  und viel Geklebe – alle Gnocchi neu formen und nach und nach in den Topf (wirklich viel zu klein) verbringen. Immerhin fielen sie im Wasser nicht auseinander und bestanden auch nicht auf eine einheitliche Kochzeit, sondern stiegen zügig an die Oberfläche. Mit dem Schaumlöffel herausgehoben klebten sie auch dankenswerterweise nicht mehr zusammen. Der inzwischen zurückgekehrte Sohn sagte tröstende, beruhigende Sachen (“Ist ja oft so, dass es beim ersten Mal nicht so klappt”) und befand, er bräuchte dazu jetzt nicht noch gebratene Kürbiswürfel. Also kamen 50 g Butter in die Pfanne, die Handvoll Salbei dazu und kurz darauf dann auch die abgetropften Asteroiden Gnocchi. Das jetzt noch alles in den Ofen, bis der Käse “leicht zu rinnen beginnt”? Dafür waren wir jetzt zu hungrig. Also die Hälfte der 80 g Parmesan mit in die Pfanne (da konnte er schließlich auch rinnen), der Rest wurde nach Gusto drübergestreut und fertig. Geschmeckt hat es dann wirklich sehr gut. Die Gnocchi hatten trotz des vielen Mehls eine schöne Konsistenz und einen würzigen Geschmack. Sie sehen also, es handelt sich eigentlich um ein durchaus empfehlenswertes Gericht, sofern man die Kürbisstücke ausdrückt und die geformten Gnocchi nicht stapelt, sondern nebeneinander auf eine nicht klebende Oberfläche legt. Und der Topf sollte groß sein. Und im Ofen gratinieren ist echt nicht nötig.
In der Zeit, die ich für die Beseitigung des Klebe-Schlachtfelds brauchte, konnte ich übrigens lässig noch eine schöne Suppe aus dem Kürbisrest kochen. Sehr praktisch.

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Sicherheit geht vor

Heute: Für Ausfälle der Kommunikationsausrüstung gerüstet sein. Wie immer vorbildlich: der Kollege Mox

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