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Quartalslieblinge: Tweets Januar bis März 2016

Diesmal mit Clooney, Fernsehnostalgie und – fastenzeitgerecht – stillem Wasser. Für bebilderte Tweets empfehle ich außerdem täglich: https://twitter.com/hashtag/dailybear?src=hash

 https://twitter.com/Buettnerin/status/685799446593028096

Zwölf-Fragen-Stöckchen

Percanta hat mit einem Stöckchen gewedelt, und ich habe Och gesagt. Also bin ich dran und darf ihre Fragen beantworten. Das ist übrigens eine Premiere, ich habe mich bis jetzt nie so richtig angesprochen gefühlt (oder war zu faul oder dachte, das interessiert eh niemanden). Der erwähnte Zwölf-Elf war mir übrigens aus einem anderen Gedicht vertraut, aber dann stellte sich heraus, dass ich ihn mit dem Nachtschelm verwechselt hatte. Dessen Morgenstern-Gedicht passt gut zu meiner Antwort auf Frage 4. (Morgenstern an meinem persönlichen Sternenhimmel, warum nicht?)

1. Du wirst vom Radio zu einer Sendung eingeladen, sie führen eine Stunde lang ein Gespräch mit Dir. (Sowas wie „Doppelkopf“ auf HR2). Du darfst Dir dafür fünf Musikstücke wünschen. Welche?

  • Eva Cassidy: Fields of Gold  (Als Eva Cassidy nach ihrem Tod auf einmal im Radio gespielt wurde, sollen Autofahrer auf den Seitenstreifen gefahren sein, um in Ruhe zuhören zu können. Ich erinnere mich, dass ich im Flur stehenblieb, um dieses Lied zu hören. Besser als das Original von Sting, den ich auch sehr mag.)
  • Sting: Moon Over Bourbon Street (Das bachoboenartige Saxophon!)
  • Johann Ludwig Krebs: Variationen über Wie schön leuchtet der Morgenstern (Ich kann Orgelmusik eigentlich nicht leiden, aber dieses Stück entzückt mich total)
  • Tarquinio Merula: Ciaccona (noch so ein Barockstück, das fetzt)
  • Um Platz 5 streiten u.a. Sally Barker (Another Train) und (nochmal) Sting (Spread a Little Happiness). Und noch ein paar andere. Ich warte die Entscheidung lieber nicht ab.

2. Frösche, Pinguine, Eulen. Welches putzige Tierchen wird als nächstes unsere Kaffeetassen, Umhängetaschen, Postkarten, Shirts und Dekokissen bevölkern, bis auch die treusten Fans es nicht mehr sehen können? Waschbären? Langohrigel? Irgendjemand, den wir noch gar nicht auf dem Schirm haben?

Ich wäre für Mopsfledermäuse oder Esel, aber auf mich hört ja keiner.

3. a. Was war Dein liebstes Was-ist-Was-Buch?
b. Hast Du Deinen Beruf entsprechend ausgewählt?
Wenn ja: alles richtig gemacht? Wenn nein: Warum nicht? Und wäre das Was-ist-Was-Thema besser gewesen?

Ich hatte nie ein Was-ist-Was-Buch. Vielleicht hätte ich ja was Anständiges gelernt und nicht nur gemacht, was mir leicht fiel. Die (interne und externe) Motivation, Dinge zu lernen, die mir schwer fallen, hat in meinem Leben immer gefehlt. Das ist sehr schade.

4. Sternzeichen, Aszendent, Blutgruppe, Geschwisterposition oder die Gene. Steht Dein Leben unter irgendeinem ‚Stern‘ oder hast Du Deine Charakterbildung selbst in der Hand?

Oh, das ist schon fast ein Sternenhimmel, jedes dieser Elemente trägt etwas Passendes bei. Sternzeichen: Vor einigen Jahren hat ein Fachmann herausgefunden, dass ich ziemlich genau zwischen zwei Sternzeichen stehe, dem eher bodenständigen Stier (Veränderung? Muss das sein?) und dem umtriebigen, vielseitig interessierten und etwas flatterhaften Zwilling (mir ist langweilig!). Passt, auch wenn Astrologie für mich doch eher ein Gesellschaftsspiel ist. Blutgruppe: 0 positiv. Nix besonderes, anpassungsfähig. Passt. Geschwisterposition: Einzelkind mit 4 Stief- und Halbgeschwistern. Zweifel an Zugehörigkeit und Verlustängste, auf der anderen Seite aber auch Freude an Unterschiedlichkeit und unkonventioneller Gemeinschaft, die (durchaus unter Schmerzen erkämpfte) Freiheit, sich nicht bei jeder Auseinandersetzung auf eine Seite schlagen zu müssen. Unter dem Strich eher ein guter Stern. Und die Gene sicher auch, vor allem die psychogenetischen Faktoren (Kriegsenkelin).

5. White wine to the fish?

Ab Ostern sehr gerne wieder. Am Liebsten vom Kaiserstuhl.

6. Mustermix, Patchwork, Color-blocking oder doch eher Ton in Ton? (In Kleidung, Haaren, Familie. Du entscheidest.)

Kleidung: gedeckte Farben, langweilig und vorsichtig kombiniert. Haare: unauffällige Kammsträhnchen, um mich vor der kompletten bleichblondgrauen Farblosigkeit zu bewahren. Familie: buntes Patchwork (s.o.)

7. Eine Frage aus der Mottenkiste: Welche Comic- oder Zeichentrickfigur bist du?

Irgendwas zwischen Mafalda, Linus, Calvin und Calvins Mutter?

8. Welcher Einfall der Natur hat Dich zuletzt überrascht? Oder hört nicht damit auf, Dich zu faszinieren?

Die Kommunikation zwischen Pflanzen. Und immer wieder die Entstehung neuen Lebens – Knospen und Kinder.

9. Was hast Du gerade in Deinen Hosen- und/oder Jackentaschen?

Papiertaschentücher. Lyrisch unvorteilhaft.

10. Sehr schön. Ich würde mich freuen, wenn Du über einen dieser Gegenstände ein Gedicht schreiben könntest. Einen Haiku, einen Limerick, einen Vierzeiler für’s Tageblatt, ein Sonett, egal. Wenn es Dir lieber ist, kannst Du auch was zeichnen. Oder tanzen. Oder eine Oper dazu komponieren. Nur: Wir würden das hier gerne sehen!
Und wenn die Antwort aus 9 Dich nicht inspiriert, nimm die 2.

Läuft die Nase,
tropft der Hase,
fließt die Träne,
schmutzt der Däne,
spritzt der Tee,
schmiert Püree,
rinnt vom Kind
Fett vom Rind,
nimm ohne Fluch
ein Taschentuch.
Schmeiß mit Dreck
es dann weg.

11. Geht es eigentlich auch wieder etwas weniger hysterisch? (Bzw.: alle bekloppt?)

Oh ja, bitte!

12. Haben Sie denn noch irgendwelche Frage an uns?

Nein, aber die Antworten lese ich sehr gern.

Quartalslieblinge: Lieblingstweets Oktober bis Dezember 2015

Völlig überraschend kommen Jahreszeiten vor. Außerdem Ikea und bahnbrechende Ereignisse wie die Einführung von Herzchen statt Sternen bei Twitter, schwarze Socken und Staubsauger. Natürlich auch Darth Vader und nicht zu vergessen Anagramme und Böller.
Besondere Emfpehlung, aber zu umfangreich für diese Liste: Die täglichen Bären von @e13Kiki unter dem Hashtag #Dailybear.

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Ein Besuch bei Ikea

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Was Weihnachten nie fehlen darf

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eBooks zu Weihnachten

Wer einen eBook-Reader besitzt, kann zwar durchaus immer noch Papierbücher lesen, freut sich aber unter Umständen mehr über Lesestoff, der keinen Platz im Regal braucht und nicht abgestaubt und irgendwann entsorgt werden muss. So geht es jedenfalls mir. Leider gibt es für das Verschenken elektronischer Bücher noch nicht das ideale Verfahren, das alle (Schenkende, Beschenkte, Buchhandlungen) glücklich macht. Verfahren mit hübschen Gutscheinkarten oder USB-Sticks haben sich nicht durchgesetzt, sicher teilweise, weil sie Extrakosten für den Buchhandel mit sich brachten, der an eBooks ohnehin weniger verdient.

Trotzdem gibt es mehrere durchaus praktikable und einfache Möglichkeiten. Für Bücher im ePub-Format (also Beschenkte, die nicht auf dem Kindle lesen) sind das folgende:

  1. Büchergutschein in der Lieblingsbuchhandlung kaufen. Vorteil: die beschenkte Person kann sich das Buch aussuchen. Wenn man gerne ein bestimmtes Buch verschenken möchte, einfach ein Kärtchen dazuschreiben und es empfehlen. Diese Möglichkeit löst auch das Problem, dass elektronische Bücher nicht umgetauscht werden können. Auch Buchhandlungen, die eBooks nicht über einen Webshop anbieten, haben sie in vielen Fällen im Angebot. Die beschenkte Person sucht sich das Buch dann im Laden aus und bekommt per Mail den Link zum Herunterladen zugeschickt. Außer der Mailadresse werden keine Daten gespeichert.
  2. Gutschein im Webshop der Buchhandlung oder eines Online-Händlers kaufen. Super für Leute, die nicht gern das Haus verlassen und mit Leuten reden.
  3. eBook direkt in der Lieblingsbuchhandlung kaufen und an die Emailadresse der zu beschenkenden Person schicken lassen. Nette Buchhändler_innen schreiben auch noch einen Gruß auf die PDF-Datei mit dem Downloadlink und erledigen das sogar telefonisch und auf Rechnung. Last-minute-Käufe sind kein Problem, da verfügare elektronische Bücher immer „vorrätig“ sind.
  4. Es gibt auch die Möglichkeit, beim Online-Händler ebook.de bestimmte eBooks zu verschenken. (eBook aussuchen und statt „Sofort Kaufen“ „Verschenken“ wählen). Schenkende und Beschenkte müssen sich dazu registrieren.

Wer sich eBooks wünscht, kann auch in einem Webshop einen Wunschzettel erstellen.

 

Quartalslieblinge: Lieblingstweets Juli bis September 2015

Mit ein bisschen Verspätung, aber vielen Wortspielen und aktuellen Themen!

Ebooks aus der Buchhandlung, Teil 2: Bücher verschenken

Der Ebook-Kauf in der Buchhandlung gefällt mir. Das erzähle ich auch meiner (ein paar hundert Kilometer entfernt wohnenden) Schwester, die mir ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk machen möchte. Sie bittet mich um die Telefonnummer der Buchhandlung, sie wird sich um den Rest kümmern, ich soll das jetzt vergessen.

Heute stehe ich auf dem Einkaufsweg vor der Buchhandlung und werfe einen Blick hinein. Ob das Buch, dass ich neulich kurz nach dem Erscheinungsdatum gekauft habe, jetzt auch auf Papier im Schaufenster liegt? (Nein)

2015-08-07 13.07.57

Als ich nach Hause komme, habe ich zwei Mails mit PDF-Dateien zum Ebook-Download. Sie enthalten neben den üblichen Informationen Grüße von meiner Schwester.

ebookgeschenkDie erzählt mir dann am Telefon, sie habe die Bestellung aufgegeben, als ich gerade vor der Ladentür stand, die Buchhändlerin habe extra leiser gesprochen und die Bücher gleich abgeschickt, ehe sie die Bezahlung regelte.

Erfreutes Gekicher allenthalben.

Ebooks aus der Buchhandlung oder digital einkaufen mit Bewegung an der frischen Luft

Bei der Auswahl meines Ebook-Readers war mir u.a. wichtig, dass ich die Bücher nicht nur bei einem der großen Anbieter im Netz (vor allem dem mit A) kaufen kann, sondern auch in einer netten Buchhandlung vor Ort. Ich wohne sehr nah an einer Buchhandlung, die ich auch ausgesprochen gern mag. Die Besitzerin und ihre Kolleginnen beraten mich super, wenn ich das möchte, ich kann Bücher per Mail bestellen und am nächsten Tag abholen, auf Wunsch auch schon in das hübsche Papier meiner Wahl verpackt, und meistens ist auch Zeit für einen netten Schwatz. So einen Laden möchte man ja wirklich nicht gern mit einem schnöden Online-Shop betrügen.

Normalerweise kann man ja elektronische Bücher bei Buchhandlungen genauso kaufen wie bei anderen Internetläden: Buch auf der Website suchen, bezahlen, runterladen. Klitzekleines Problem: Auf der Website meiner Buchhandlung werden keine Ebooks angeboten. Die gäbe es demnächst, sagte die nette Buchhändlerin vor einigen Monaten, aber dann ist ihr wohl was dazwischengekommen.

Ok, ein paar Mal bin ich fremdgegangen und habe mich quasi vom digitalen Grabbeltisch eines Online-Händlers mit leicht verdaulichem Lesefutter bedient, aber ich wollte jetzt ein sozusagen „gebundenes“ Buch, einen neuen Titel, aus dem der Autor in meiner Buchhandlung kürzlich gelesen hatte. Also habe ich doch noch mal vor Ort nachgefragt, ob sie wirklich immer noch keine Ebooks verkaufen.

„Doch doch, hier können Sie die schon kaufen, was soll’s denn sein?“ Ich sagte den Titel, dann gab die Buchhändlerin einiges in den Computer ein, notierte meine Mailadresse und überreichte mir einen Bon, auf dem sie handschriftlich noch irgendeine Nummer eintrug. Per E-Mail wurde mir dann ein PDF-Dokument mit dem Download-Link zugeschickt. Von da an wieder alles wie beim Ebook-Kauf im Netz.

ebookkauf

Nach dem obligatorischen „Hihi-digital-zu-Fuß“-Grinsen gefällt mir das Verfahren inzwischen immer besser. Es verbindet die Vorteile des Einkaufs vor Ort mit denen des Online-Handels. Ich komme an die frische Luft, kann mich mit Buchhändlerin unterhalten und unterstütze keinen bösen Online-Dealer.

Demnächst sollen Ebooks auch über die Website der Buchhandlung erhältlich sein. Neumodischer Kram, braucht doch kein Mensch.

Literaturkritik am Sonntag

In Klagenfurt wird gerade der Bachmannpreis vergeben, und unter #tddl sind auf Twitter allerhand Kommentare zu Texten, Jury und Begleitprogramm zu lesen. Ich bin immer etwas neidisch und nehme mir vor, auch mal hinzufahren. Aber hey, zuhause lesen wir schließlich auch Bücher und sprechen darüber. Ich lese seit kurzem auf einem Ebook-Reader, was unter anderem den Vorteil hat, dass ich sehr bequem alle möglichen Bücher in der Stadtbücherei ausleihen kann, ohne hinzugehen und an die Rückgabe denken zu müssen (dazu bei Gelegenheit mehr, wenn es jemanden interessiert).

Der Mann hat auch einen Ebook-Reader, ist aber nicht so technikaffin, so dass er manchmal beim Bücherausleihen ein bisschen Hilfe braucht. Neulich suchte er einen bestimmten Krimi von Jo Nesbø. Als einzigen Titel dieses Autors hatte die Bücherei aber nur „Doktor Proktors Pupspulver“ im Angebot.

Proktor

Es handelt sich zwar um ein geringfügig anderes Genre, aber Offenheit erweitert den Horizont, der bei der Hitze ja leicht mal etwas kneift. Also habe ich das Werk ausgeliehen, das (in der angemessen sprachspielerischen, sehr angenehm zu lesenden Übersetzung aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel) mit einer Länge von 116 Seiten (in der Ebook-Ausgabe, inklusive Illustrationen von Per Dybvig)  ohne übermäßige Längen auskommt, ohne auf Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Hauptpersonen zu verzichten.

Das sind vor allem Lise, die Kummer hat, weil ihre beste Freundin weggezogen ist, und Bulle, der winzig klein und neu zugezogen ist. Die Solidarisierung der beiden gegen mobbende Mit-Grundschüler und der etwas seltsame Professor im Nachbarhaus sind relativ konventionelle Erzählelemente, die aber nicht ungebrochen kolportiert werden, sondern in ein Gesamtbild mit animistischen (die Würgeschlange Anna Konda in der Kanalisation mit Kindheitstrauma) und gesellschaftskritischen Zügen eingebettet sind.

Die Handlung, die sich zum Ende hin geradezu explosiv entwickelt, lässt an gute Pixar-Filme denken, ohne auf ganze Sätze zu verzichten. Sie braucht keinen platten Realismus, um am Ende ehrliche menschliche Wärme überzeugend zu vermitteln, nachdem sie in einem satirisch-militärkritischen Kracher ihren Kulminationspunkt gefunden hat.

(Sehr lustig und geeignet für Kinder ab dem frühen Lesealter. Man sollte viel öfter Kinderbücher lesen. Von dem Trailer des gleichnamigen Films war ich eher entsetzt – zu knallig und ganz falsch.)

Jo Nesbø: Doktor Proktors Pupspulver
Arena Verlag.

Quartalslieblinge: Tweets April bis Juni 2015

Themen in diesem Quartal u.a. Ostern, Steuer, Alter, Bahnstreik, ein Trinkspiel kollektiver Trinkdichtungsanfall, Tortendiagramme, Vatertag, Haushalt, rhetorischen Figuren und Rosinen. Und natürlich Taylor Swift.

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