Singt Lena „She’s got knuckles in her eyes“? Diese berechtigte Frage las ich heute im Blog Transblawg von Margaret Marks, übrigens einer meiner ältesten Internet-Bekanntschaften. Knuckles? Klar, die kommen doch auch in diesem Lied von Hot Chocolate vor, das Axel Hacke zu „Der weiße Neger Wumbaba“ inspiriert hat. Über dieses Buch habe ich auch deshalb so gelacht, weil ich dabei immer an meine eigene Wumbaba-Geschichte denken musste:

Als ich in der vierten Grundschulklasse war, kam ich nach einer längeren Krankheit wieder in den Schulchor, der inzwischen ein neues Lied gelernt hatte. Die Melodie war nicht schwer, und den Text hatte ich mir auch bald abgehört. Dieser Text brachte mich zu der erfreulichen Überzeugung, dass wir nun ein Alter erreicht hatten, in dem wir nicht mehr mit betulichem Kinderkram abgespeist wurden, sondern auch reif für ausgefallenere Inhalte waren, denn ich fand den Text wirklich ungewöhnlich und von einer gewissen (auch wenn ich es damals nicht so ausgedrückt hätte) anarchisch-feministischen Kraft durchdrungen. Und so sang ich mit besonderer Freude: „Dicke Tanten sind frei, wer kann sie erraten…“ und stellte mir vor, wie die Tanten an der Decke des Klassenzimmers entlangflitzten wie fröhlich feixende Kugelblitze mit silbergrauen Löckchen, unerreichbar für Jäger und andere Kleingeister.

Als sich irgendwann herausstellte, dass keine Tanten, sondern die Gedanken gemeint waren, mochte ich das Lied immer noch, fand es aber doch deutlich weniger progressiv.