Weihnachten hat es wieder gezeigt: Dieses kalte, unpersönliche Internet. Diese blassen Nerds, die einsam vor dem PC Tiefkühlpizza essen und keine sozialen Kontakte haben. So traurig das alles.

Ungefähr die Hälfte meiner Weihnachtspost (und ich rede von der auf Papier mit einer Briefmarke drauf) kam von Menschen, die ich aus dem Internet kenne und größtenteils auch noch nie persönlich getroffen habe. Von den Weihnachtsgrüßen per Mail, Twitter und Internet-Nichtschwimmerbecken (aka Facebook) ganz zu schweigen, da war der Anteil noch höher. Sascha Lobo hat den schönen Begriff „Netzwärme“ geprägt – und ich habe sie ganz deutlich gespürt. Und jede Karte und Mail war ein leicht zu deutendes Zeichen dafür.

Noch ein Zeichen: ich habe zu Weihnachten einen Schlafanzug und schöne Lektüre bekommen. Verstanden, sinnvoller Vorschlag für die Feiertagsgestaltung.

Aber ein Geschenk gab es, über dessen tiefere Bedeutung ich noch grüble. Es war in dem „Wir-schenken-uns-nix-nur-eine-Kleinigkeit-für-die-Kinder“-Päckchen von meiner Schwester. Meiner nicht internetaffinen Schwester, möchte ich betonen. Und es soll mir in der Küche helfen. Aber vielleicht gibt es da auch noch andere Zusammenhänge. Und Wundern passt ja auch zu Weihnachten

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