Da es in den letzten beiden Wochen mit den Wochenlinks nicht geklappt hat, sind einige der folgenden Empfehlungen etwas älter, für die Vergesslicheren unter uns also schon wieder brandneu. Bescheidener und übersichtlicher Themenschwerpunkt: Geschichte und Gegenwart und die Frage nach der Überleitung.

Zum Beispiel die Geschichte über ein mit besonders viel Liebe produziertes Weihnachtsgeschenk, in der es auch um eine längst vergangene Form der Unternehmenskultur geht:  Wie meine Großeltern mal ein gefälschtes Bayer-Weihnachtspaket bekamen.

Heute verschicken Unternehmen zwar keine Weihnachtspakete mehr ans Personal, dafür sind sie hip und kreativ. Wie das auch ohne Kompetenz geht, zeigt die Agentur Amateur (Serie bei ARTE Creative). Die Agentur Amateur twittert übrigens auch!

Wirklich innovativ ist auch das Projekt Phonebloks, das ja schon vor einiger Zeit durchs Internet ging, ein frei konfigurierbares Smartphone, aus verschiedenen Blöcken, die nach Belieben ersetzt werden können. Die Vorteile liegen auf der Hand: Flexibilität und vor allem viel längere Haltbarkeit und weniger Abfall. Um so spannender, dass das Projekt jetzt Wirklichkeit werden soll.

Von ganz früher, als die Dinge noch länger hielten, berichtet dieser lustige Film über das Heidelberg der 50-er und 60-er Jahre (wahrscheinlich nur noch heute in der SWR Mediathek).

Noch weiter zurück reicht das Thema, über das sich Nathan und Satan unterhalten, trefflich beschrieben von im Blog von Frau Nicwest.

Um Geschichte geht es auch in dem Buch, dass hier auf Zeit Online rezensiert wird. Pascale Hugues geht darin der Geschichte und den Geschichten der Nachbarn in ihrer Straße in Berlin nach. Eine Rezension, die hauptsächlich vorstellt und anregt und die ich gerne gelesen habe.

Geschichte in die Gegenwart zu bringen versucht auch der Twitteraccount „Heute vor 75 Jahren“ (@9Nov38), der die Ereigniss vor, während und nach der Reichspogromnacht in die aktuelle Timeline spült. Gutes Projekt.

Fast keine Überleitung braucht da das Thema des aktuellen Kunstfunds. Mehr zu den ebenso zahlreichen wie spannenden Aspekten bei Anke Gröner und in der Sendung „Der Tag“ (HR2) vom 5.11 (MP3).

Und wenn Sie jetzt von mehr oder minder zweifelhaften Überleitungen die Nase voll haben und überlegen, was Sie kochen sollen, schauen Sie doch mal bei Herrn Buddenbohm vorbei, der Gerichte aus dem sehr erstrebenswerten Kochbuch „Deutschland vegetarisch“ (Weihnachtswunschzettel!) nachkocht und dabei wunderbar gemütliche Herbststimmung verbreitet, oder bei Frau Frische Brise, bei der es immer so unkompliziert, praxistauglich und lecker ist.

Oder heulen Sie ein bisschen den Mond an, den Frau Indica so wunderbar dramatisch fotografiert hat.